14. SchlabuCup 2021“ – oder „Endlich mal eine Regatta mit Wind

Ja, Herman und ich waren dieses Jahr wieder oft unterwegs und wir sind zu vielen Regatten gefahren. Ich möchte gar nicht aufzählen, bei wie vielen Regatten Wettfahrten wegen zu wenig Wind abgebrochen wurden: Es war fast immer der Fall und insgesamt waren es mehr abgebrochene Wettfahrten als die, die am Ende gewertet wurden. Einmal gab es auch gar keine Wertung.

Mit Wind und Wetter hatten wir an diesem Wochenende richtig Glück: Es schien die Sonne und der Wind wehte mit 2 bis 3 Bft über den See. Los ging es am Sonnabend um 10 Uhr mit der Steuerleutebesprechung. Bodo eröffnet die Veranstaltung und verteilte die erste Runde Gummibärchen: für den fleißigsten Opti-Segler der letzten Wochen, für die Seglerin mit der weitesten Anreise aus Partwitz und an drei junge Segler für ihren Mut, an dem Wochenende statt einen Open Skiff einen ILCA 6 zu segeln. Yvonne als Wettfahrtleiterin übernahm den sportlichen Teil und erklärte noch einmal nützliche Details den Startern. Insgesamt gingen 52 Boote in den Bootsklassen Opti B, ILCA 6 und 7, 420iger und 49er an den Start. Die Mannschaften kamen von Vereinen rund um Leipzig, von den Lausitzer Seen und aus dem Vogtland.

Um 11 Uhr wurde die erste Bootsklasse gestartet. Es ging los mit den Optis. Von uns waren Vincent, Yann, Anton, Anna und Herman an der Startlinie. Als nächstes wurden die ILCA 6 in das Rennen geschickt: aus unserem Verein starteten Marvin, Thomas, Johanna und Steffen. Anschließend ging es bei den ILCA 7 und Martin los. Die vorletzte Startergruppe waren die 420iger mit 5 Booten von AOSY: Emily und Luisa, Frida und Ludwig, Annika und Theresa, Richard und Niklas und Hanna und Richard. Und zum Schluss starteten die 49er mit zwei Booten aus unserm Verein: Ina und Melissa sowie Kilian und Lukas.

Der Wind hielt am Sonnabend, und vier Wettfahren konnten zu Ende gefahren werden. Nachmittags freuten wir uns über ein reichgedecktes Kuchenbuffet. Ich hatte noch meine Premiere im Protestkomitee bei einer Protestverhandlung. Am Ende geht es bei unseren Regatten um nichts – aber alle lernen etwas hinzu.

Abends gab es noch ein vereinsübergreifendes Event: alle Kinder und Jugendlichen, die am Schladitzer See waren, spielten gemeinsam Volleyball. Die Erwachsenen trafen sich am Grill, um die wichtigsten Dinge des Tages zu besprechen 😉

Am Sonntag gab es dann noch ein Rennen. Das Wetter war wieder sehr schön und der Wind setzte pünktlich ein. Nur der bis dahin Erstplatzierte der ILCA 7 stand schon als Sieger fest und er war eh zu spät und brauchte sich keinen Stress mehr zu machen. Bei allen anderen Bootsklassen waren die Rennen noch offen. Bei den ILCA 6 und den 420iger war der letzte Lauf das „MatchRace“ zwischen den beiden bis dahin punktgleichen Erst- und Zweitplatzierten. Bei gutem Wind machte es wieder viel Spaß, auf dem Wasser zu sein.

Bei der Siegerehrung verteilte Bodo wieder Gummibärchen. – Diesmal an die Segler, welche als Erste aufgerufen wurden. Dies sollte ein kleiner Trost und Ansporn zugleich sein, sich bis zum nächsten Mal zu verbessern.

Bei den Optimisten waren alle bis auf Vinzent (17. Platz) im ersten Drittel des Feldes. Von insgesamt 20 Booten wurde Yann 6., Anton 5., Anna 3. und Herman 2. Den Sieger stellte wie in den letzten Jahren die Familie Chervenkow. Harry gewann seine erste Regatta.  Bei den ILCA 6 platzierten wir uns eher im zweiten Teil des Teilnehmerfeldes: Marvin, Thomas und Johanna wurden 10., 9. und 8. und Steffen wurde Fünfter. Bei den ILCA 7 wurde Martin Sechster. Die 420iger von AOSY verteilten sich über das gesamte Feld von 13 Booten: Emily und Luisa wurden 12., Frida und Ludwig wurden 9., Annika und Theresa wurden 8., Richard und Niklas wurden 5. und Hanna und Richard belegten zum Schluss den vierten Platz. Bei den 49er starteten drei Boote. Ina und Mellissa wurden 3. und Kilian und Lukas er segelten sich den zweiten Platz.

Insgesamt war der SchlabuCup wieder eine schöne Veranstaltung; gut organisiert von Bodo, souverän von Yvonne als Wettfahrleiterin durchgeführt und gut unterstützt von vielen helfenden Händen aus unserem Verein.

PS: (by Bodo) Bilder folgen ….

Hier schon mal die ersten Impressionen

Ostsee 2021

Und da war’s Nummer Vier, das vierte Mal führte die Reise gen Norden Richtung Ostsee. Am 7. August ging die wilde Reise los, wobei man muss für einen solchen Bericht weiter ausholen. Die Vorbereitungen liefen so ziemlich seit dem Ende des letzten Urlaubs und es stand fest, dass es an eine andere Stelle gehen soll, weil es nach drei Jahren etwas Abwechslung geben sollte. Die Debatte über ein mögliches Ziel ging von der Nordsee in Dänemark über den Bodensee bis nach Rügen.
Die Wahl fiel schlussendlich auf ein Haus in Wiek auf der Insel Rügen mit direkter Anbindung zum Bodden.
Die nächste Station auf dem Weg zum Urlaub und der Planung war eine Woche vor Start das gemeinsame Grillen und die letzte Besprechung bei Ritchie und Melissa. Für Eileen und mich, die wir das erste Mal dabei waren, war es erstaunlich zu sehen, was man alles organisieren muss und über was man sich so Gedanken macht.

Am Freitag vor unserer Abfahrt trafen wir uns alle bei den Unterkünften unserer jeweiligen Fahrer und aßen gemeinsam noch einen Döner, zumindest die, die einen bekommen hatten (Zwinker-Smiley). Vielen Dank für die köstliche Verpflegung im Hause Findeisen an dieser Stelle.
Die Nacht war dann um halb vier auch schon vorbei und nach kurzer Morgenroutine ging es ab in die Autos und es wurde sich als Konvoi auf dem ortsansässigen Discountergelände formiert. Von da aus ging es über die Autobahn Richtung Ostsee. Unterwegs hat der Konvoi Hanna eingesammelt. Und es ging auf die Insel. Wir sind alles in allem sehr gut durchgekommen trotz der für Bootsanhänger sehr ungünstigen Infrastruktur auf Rügen.

Um 12.00 Uhr begann dann die Hausbesetzung, naja eigentlich nicht, da noch die Reinigungskräfte ihrer Arbeit nach gingen. Also haben wir die Boote aufgebaut und schon auf dem Gelände postiert. Nachdem wir das Haus dann tatsächlich besetzen konnten, ist eine Gruppe einkaufen gegangen und die andere Gruppe hat begonnen sämtliche Gepäckstücke zu verteilen. Der Rest des Tages verging mit einem Volleyballspiel, soweit ich mich erinnere.  Ach und noch was, das Highlight für die Junggeblieben gab’s auch im netto: Dinokarten. Wie sehr man doch erwachsene Menschen mit so einem Zeug begeistern kann.

Am darauffolgenden Tag regnete es und es folgten ein paar Runden „Knack“ und einem Ründchen „Monopoly“, wobei wir das Ründchen „Monopoly“ nicht in voller Besetzung zu Ende spielen konnten, weil ein paar Leute los mussten, um Lucas und Ritchie zu retten, weil diese irgendwo an der Küste gelandet sind und nicht zurückgefunden haben.

Wo wir gerade beim Thema „ausgeschaltet“ sind, die Banera so wurde entdeckt: hatte im Mittelsteg ein großes Loch. Aber ganz dem Motto „wie helfe ich mir selbst – Hilfe zur Selbsthilfe“ waren nur gefühlte zwanzig Besuche beim Hafenmeister und dem ortsansässigen Baumarkt nötig, um das Loch mit Epoxidharz zu reparieren. (Lucas, so oft wie du in dem Baumarkt warst, hast du da eigentlich irgendwann eine Bocki mit Kaffee oder sowas bekommen?) An dieser Stelle ein Bild von hart arbeitenden Kerlen in einem Boot

 

Zu den Highlights der Woche:

Ein Feuer am Strand in der Feuerschale machen, gemeinsam zusammensitzen und dem Sonnenuntergang zusehen und die Zeit genießen, dafür hatten wir an dem dafür vorgesehenen Tag ungefähr zwanzig Minuten. Dann hatte es angefangen in Strömen zu regnen. Allgemein, geregnet hatte es dort oben relativ oft…. aber der Abend verlief trotzdem schön, neben einer Runde „Wer bin ich“ haben wir „Studenten activity“ gespielt. Und um zu beiden Spielen nochmal klar zu stellen: Akkuschlagbohrschrauber ist kein gemeines Wort und die Bundeswasserstraßenschifffahrtsverwaltung ebenso wenig und was kann ich dafür, wenn ihr das Wort „Generalstaatsverordnetenversammlungen“ nicht kennt. (ja ich musste auch erst googlen. Das tut aber jetzt nichts zur Sache.

Grillen ist immer schön, noch schöner wenn man seinen Vermieter einlädt und so etwas über Land und Leute erfährt. Und um das Versprechen einzulösen euch auf unserer Internetseite zu erwähnen, hier bitteschön: http://www.boddenstrand-ruegen.de/

Was muss man über den Urlaub noch erzählen?  Ah, Clara scheint das letzte Jahr in Schottland kaum Schlaf bekommen zu haben, weil von 14 Tagen Urlaub hat sie bestimmt 5 verschlafen.
Ich muss noch sagen, das wir die „banera“, den „Albatros“, den „Shinnano“, meinen Laser (Verzeihung meinen ILCA) und einen 49er mit hatten, ach und noch Kite-zeugs von Rene. Mit dem jeder, der wollte auch mal spielen konnte da die Gegend dafür sehr geeignet war. Allgemein hatten wir hervorragende Windverhältnisse die gesamte Zeit, so dass nahezu jeden Tag unterschiedlich zusammengesetzte Crews auf dem Wasser waren.
Ach und noch etwas, zur Halbzeit des Urlaubes ging es für den Großteil der Leute nach Stralsund, Hanna wegbringen und „Ozeaneum“ gucken … und irgendwas mit einem Griechen. Aber für uns Zurückgebliebene war es ein sehr erholsamer ruhiger Tag… Ne ohne Witz, das war ja so langweilig still in dem Haus. Das haste kaum ausgehalten.
Wo wir gerade bei Ausflügen sind, Ina, Tim und Marcel hat es zwischendurch mal nach Hiddensee verschlagen, damit sie auch mal dort waren.

Die zweite Woche verging eigentlich recht problemlos, wenn man einmal von einem (ich hoffe) geprellten Daumen absieht.  Ansonsten war am Freitag nur noch Abbauen angesagt und Armbänder binden oder sowas.  Tischtennis war auch noch ziemlich angesagt, fällt mir gerade ein.
Ja ansonsten:

Notiz für mich für nächstes Mal, nicht mehr sagen “ich hätte da ein Gericht, das kann ich kochen” denn dann muss man auch tatsächlich für alle kochen.
Ebenfalls Notiz für mich, Jogurt und Schoki zum Frühstück ist eine geile Kombi. In diesem Sinne: guten Hunger und bis demnächst.

Hier noch ein paar Impressionen: