LJM Sachsen 420iger, Laser und O’pen SkiFF

LandesjugendMeisterschaft Sachsen in den Klassen 420iger, Laser und O’pen SkiFF bei der Lipsiade am Cospudener See

Am 1. / 2. Juni fand auf dem Cospudener See die Lipsiade statt. Sie war in diesem Jahr die Landesjugendmeisterschaft für O’pen SkiFF, 420iger, 29er und die Laser Radial. Für die Opti B war es eine Ranglisten-Regatta. Und insgesamt ist die Lispisade auch die Leipziger Stadtmeisterschaft.

Aus unserem Verein starteten im 420iger Cheyenne und Felix, im Opti Herman und im Laser Steffen.

In den Ergebnislisten standen achtzehn 420iger, fünfzehn O’pen SkiFF, sechsundzwanzig Optis,  zehn 29er und elf Laser, so dass es eine sehr gut besuchte Regatta war. Bei den O’pen SkiFF kamen einige Segler aus Lübeck.

Es war ein sehr sonniges Wochenende mit leider etwas wenig Wind. Am Sonnabend reichte der Wind, um drei Wettfahren durchzuführen, wobei der schwache Wind nicht einfach zu segeln war. Am Sonntag wurde erst an Land gewartet, dann setzte um die Mittagszeit ein schwacher Wind ein und es wurde noch eine Wettfahrt gestartet.  Die O’pen SkiFF und  die Optis schafften es in das Ziel; für die Laser wurde Wettfahrt abgebrochen.

Nach den Wettfahrten belegten Cheyenne und Felix bei den 420igern einen 11. Platz in der Gesamtwertung; Herman wurde bei den Optis 7. und Steffen bei den Lasern 6.

Danke Steffen und Herman

Weitere Bilder findet Ihr hier.

LJM Sachsen Opti und Cadet am Geierswalder See

LandesjugendMeisterschaft Sachsen in den Klassen Opti und Cadet am Geierswalder See

Am 25./26. Mai waren Herman und ich zum “Goldenen Geier” am Geierswalder See.  Gestartet sind dort Opti A (3 Boote am Start) und Opti B (20 Boote) , Cadets (27 Boote)  und 29er (5 Boote am Start).

Für die Optis und Cadets war es zugleich die Sächsische Landesjungendmeisterschaft.

Der Geierswalder See ist wie der Schladitzer See ein gefluteter Tagebau im Norden von Sachsen in der Nähe von Senftenberg und an der Grenze zu Brandenburg. Er gehört zu dem Lausitzer Seenland und wird in ein paar Jahren zum viertgrößten Seengebiet in Deutschland gehören. Entsprechend neu bzw. jung ist dort noch alles, was sich angesiedelt hat bzw. gebaut wurde – so auch der ausrichtende Verein: der 1. Wassersportverein Lausitzer Seenland. Interessant fand ich, dass die Wettfahrtleitung mit den bekannten Protagonisten um Andreas Heilmann aus Leipzig kam und alle, sowohl der ausrichtende Verein als auch die Wettkampfleitung, diese Regatta sehr gut organisiert hatten. Herman lernte dort, was ein „Nahrungskette“ ist: ein Schlüsselband mit vier Essensmarken, die durch das Startgeld bezahlt waren. Für das „Rund-um-sorglos-Paket“ brauchten wir nur noch das Frühstück zu ergänzen.

Die dominierende Klasse bei den Wettfahrten waren die Cadets. Diese Bootsklasse wird ja nicht mehr allzu oft gestartet – und das war sicher auch der Grund dafür, dass fast die Hälfte des Feldes aus Polen bzw. der Tschechischen Republik anreisten. Damit war die Regatta auch die größte internationale Regatta in Sachsen und das Flair schon irgendwie speziell.

Ja – und das Wetter war an beiden Wettkampftagen perfekt zum Segeln: es war freundlich, mal schien die Sonne, mal war es bewölkt und mit 2 bis 3 bft; in Böen deutlich mehr, immer genug Wind zum Segeln da. So konnten am Sonnabend drei Wettfahren beendet werden und am Sonntag noch einmal zwei.

Für Herman lief es ganz ordentlich. Er belegte den fünften Platz und war der beste der aus Leipzig angereisten Segler 🙂

Danke Steffen und Herman

Z1 Cup Zwenkau by Bodo

Wie auch in den letzten Jahren waren wir wieder beim Z1-Cup in Zwenkau vertreten.

Dieses Jahr stand jedoch das Motto „die IDM Laser kommt 2020 ins Leipzig Neuseenland“ auf unseren Fahnen.

Jetzt fragt Ihr Euch sicher „öhm was ist los und was hat das mit dem Z1 Cup zu tun?“, das will ich Euch natürlich erklären.

Um den Laser weiter zu etablieren hat Laser Deutschland by Ziegelmayer über die KV Laser 4 fast neue Boote den Seglern aus Sachsen und Thüringen überlassen, die Tom in Hamburg abholen durfte.

Von diesen 4 Booten haben zwei den Weg zu uns in den Verein gefunden. Vielen Dank dafür Tom.

Der Erste ging an Steffen, der „seinen“ Laser leider erst zum Z1-Cup übernehmen konnte und der zweite Laser ging an Marvin, den wir schon zwei Wochen vor dem Cup zum Training holen konnten.

Jetzt hat das natürlich immer noch nicht viel mit dem Z1-Cup zu tun, oder doch?

Jeder Segler weiß, um an Meisterschaften teilnehmen zu können, muss man sich qualifizieren. Qualifizieren kann man sich nur bei einer Ranglistenregatta und eine Ranglistenregatta ist nur eine Ranglistenregatta wenn mindesten 10 Segler bzw. Boote starten. Tja, und da haben wir das Problem.

Kleinere Vereine bzw. Reviere und ihre ausgerichteten Regatten haben natürlich nicht so den Zulauf wie die Kieler Woche und beim Laser ist das in Sachsen ein richtiges Problem. Weiterhin hatte sich Alexandra Behrens, die 1. Vorsitzende der „German Laser Sailing Class Association – Deutsche Laserklasse DLAS“ angekündigt zum Schauen und Mitsegeln.

Unsere „alten“ Laser-Regatta-Spezies Martin, Stephan und Thomas befanden sich an dem Wochenende an, nein auf der Ostsee zu einem Segeltörn „Rund Bornholm“ und jetzt war guter Rat teuer.

Aber wir sind nicht wir, wenn wir keine Lösung für das Problem finden könnten. Also musste die Zweitbesetzung ran. Damit gingen noch Richard, Andreas und ich (Bodo) an den Start und wir hatten die 10 voll. Zu guter Letzt waren es sogar 11 Boote, was sicher nicht schlimm ist. Wir durften die Boote von unseren Spezies benutzen und jetzt stand einer Teilnahme nichts mehr im Weg.

Damit war unser Aufgebot für den Z1-Cup komplett und wir reisten am Samstag bei herrlichen Regen mit 5 Lasern (Steffen, Marvin, Richard, Andreas, Bodo), 2 Optis (Herman, Yann) und einem 420’er (Felix und Cheyenne) an.

Nachdem wir uns im Regattabüro angemeldet haben fanden wir um 10 Uhr zur Steuerleutebesprechung mal kurz ein trockenes Plätzchen. Andreas Heilmann erklärte wie die nächsten zwei Tage ablaufen werden und wir konnten dann noch in aller Ruhe und Regen die Boote aufbauen. Das erste Startsignal sollte um 12 Uhr am Startboot gegeben werden, somit konnten wir gemütlich gegen halb 12 Uhr slippen und uns auf dem Weg machen. Leider – wie so oft – verschätzt man sich in Raum und Zeit. Eine halbe Stunde kann durchaus sehr kurz sein das Startboot zu erreichen, um sich anzumelden, und das bei gut 3 Bft mit 4 Bft in der Spitze. Aber da wir nicht die ersten Starter waren, hatten wir Glück und sind noch rechtzeitig angekommen. Am Startboot riefen wir dann der Elke die Nummern zu und waren zum Start registriert. Als erstes starteten die 29’er und danach hatten wir schon die erste Verschiebung, da sich der Wind leicht gedreht hatte. Nachdem die Bojen neu ausgelegt wurden durften wir so ca. 12:45 Uhr starten.

Ab jetzt kann ich leider nur noch von mir sprechen, da ich jetzt nicht wirklich vorn dabei war.

Also wie habe ich den Tag auf dem Wasser erlebt?

Nach dem Start waren alle Laser verschwunden. Aber ist für mich ja kein Problem, also Großschot angezogen und angeluvt oder war‘s abgefallen, egal die Luzie ging ab.

Klar im Blick immer die Luvboje begann ich mit meiner ersten Kreuz, ich verstehe bis jetzt nicht, wie die anderen so schnell da oben waren, aber irgendwann hatte ich auch die erste Boje erreicht. Beim Überblicken des Regattafeldes stellte ich fest, die anderen waren schon auf der zweiten Kreuz und ich war noch nicht mal in der Nähe von der Leeboje.  Dann passiert natürlich auch noch das, was jedem schon mal passiert ist, beim Umrunden der Leeboje schnellte diese aus dem Wasser und sprang an meinen Baum. Ok, ich hab sie halt berührt. Also nach der Boje schauen, ob ich keinen behindere und dann Kringeln um mich freizusegeln. Waren dann glaube drei oder vier Kringel und Patenthalsen und halbe Kringel. Aber wie sagte die Alexandra Behrens (geb. Weihrauch) mal in einem Interview:

„Bei Regatten konzentriert man sich ungemein aufs Segeln und lernt dementsprechend viel“.

 „Man muss aber auch damit klarkommen, am Anfang Letzter zu sein.“

Quelle: Bericht auf Welt.de

Das war natürlich mein Ansporn, nachdem ich auch meine zweite Kreuz beendet hatte und in Richtung Gate und Ziel segelte, stellte ich fest, die haben doch schon die zweite Wettfahrt ohne mich begonnen. Also Segel auf, Schwert raus und mal schnell durchs Ziel. Somit konnte ich gleich vom Ziel aus über die Startlinie in die zweite Wettfahrt starten. Beim Überqueren der Startlinie hatte ich im Augenwinkel Steffen gesehen, der irgendwie Startprobleme hatte. Somit hatte ich zumindest kurzzeitig nicht den letzten Platz. Steffen kam dann aber in Fahrt und war dann doch wieder irgendwie als erster von uns beiden an der Luvboje. Zwischendurch frischte der Wind und der Regen auf und es wurde mal wieder nasser, wobei, nasser konnte man eigentlich nicht mehr werden. Aus meiner ersten Wettfahrt hatte ich nun einiges gelernt und zumindest bin ich ordentlich durchs Ziel und hatte sogar noch Zeit, mich auf den nächsten Start vorzubereiten. Die dritte Wettfahrt des Tages starteten Marvin und ich von der Startbootseite und wir gingen auf die Kreuz nach Lee. Von seinen Gegnern lernen, heißt ja bekanntlich siegen lernen, hat aber irgendwie nicht so funktioniert. Marvin hing draußen und lief Höhe und ich, naja ich musste aufpassen das ich nicht nach Luv kippe. (Liegt aber sicher an meinen schweren Knochen). Ja irgendwann war auch der Marvin weg und ich segelte meinen Kurs ab. Ich war sogar knapp davor den vorletzten (Marvin) zu überholen. So ca. 150m bis 200m Vorsprung ist ja nix. Nachdem ich das Ziel erreicht hatte, war es auch schon für diesen Tag vorbei.

Fazit für mich für diesen Tag: Nicht gekentert, coole Sache, morgen wieder.

Da wir aus unseren Fehlern lernen, hatten wir beschlossen am Sonntag schon um 8:45 Uhr vor Ort zu sein, um zu slippen und pünktlich am Startboot anzukommen. Beim Ankommen auf den Parkplatz viel sofort auf, Hektik an der Sliprampe!  Haben wir was verpasst? Ja, die Rampe wird von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr gesperrt fürs Hafenfest. Na toll, schon wieder Stress. Also nix wie in die halbnassen Sachen, Boote aufbauen und dann noch schnell irgendwie durchmogeln. Hat auch geklappt. Leider war der Wind nicht wirklich unser Freund und draußen blies er mit schönen 4 Bft (in Spitzen 5 Bft). Im Hafen kam er aber so komisch, dass einige, auch ich, Probleme hatten überhaupt rauszukommen. Wir haben es aber trotzdem geschafft. Auf dem Weg zum Startboot stellte ich aber schnell fest, das wird heute kein Zuckerschlecken. Bei teilweise einem halben Meter Welle und Schaumkronen stampfte die Joy ganz schön über die Wellen und meinen Rücken. Aber ich bin heil (bis jetzt) am Startboot angekommen. Wie immer bei solchen Regatten wird dann hinter der Startlinie rauf und runter gegondelt und sich die Zeit vertrieben.

Wie mir Martin auch sagte“ der Laser verzeiht nichts“.

Das musste ich bei meinen Wenden vor der Startlinie leider lernen. Die Großschot sollte sich möglichst nicht an der Lee-Seite verhaken bei der Wende. Wenn dann auch noch dein geschundener Körper versucht unter dem Baum durchzukommen…..

Es kam wie es musste, das Boot kippte und ich lag das erste Mal im Wasser. Nein eigentlich nicht im Wasser, ich hing noch an der Oberkante des Bootes und nur mein Unterkörper war im Wasser. Ob es nun göttliche Fügung oder mein seglerisches Talent war oder aber das Boot sich irgendwie selber wieder aufrichtete, ich lag auf alle Fälle plötzlich wieder im Boot. Puh, da habe ich ja nochmal Glück gehabt. Also zack Segel dicht und weiter hinter der Startlinie auf und ab. Aber der Windgott meinte es nicht gut mit mir bzw. uns. Was soll ich sagen, eine Hammerböe mit bestimmt 8,9 ach 12 Bft krachte durchs Starterfeld und die 29’er, O’pen Skiffs, Optis und zumindest ich legten sich alle platt auf Wasser. Das war das zweite Mal in gut 5 Minuten, dass ich Wasserkontakt hatte. Dieses Mal aber richtig. Da trieb ich nun zwischen Rumpf und Baum mit der guten Joy und keiner, wirklich keiner rettete mich. Ok, die kleinen Segler gehen ja auch vor. So konnte ich den Laser aber leider nicht mehr aufrichten. Daher musste ich mir was einfallen lassen. Also erstmal raus und drum rum schwimmen, was auch sehr schnell ging. Was ich nicht bedacht habe, wenn ich neben dem Boot bin und der Wind weiter so bläst, ist das Boot dank mehr Fläche zum Wind weg. Was soll ich Euch sagen, es war weg. Die Joy war sofort 4-5 Meter weiter als ich. Aber dank meiner Ausbildung als Rettungsschwimmer habe ich die Situation sofort erkannt und mich wieder dem Boot durch schnelles Schwimmen bemächtigt. Aber das Glück hat mich verlassen, die Joy ist in der Zwischenzeit durchgekentert, nun lag sie mit dem Schwert gen Himmel in der kabbeligen See. Ich hätte ja nie gedacht, dass die 40 cm vom Wasser zum Schwert so hoch und anstrengend sein können. Irgendwie hab ich es dann doch geschafft, die Joy wieder aufzurichten und sogar irgendwie wieder auf das Deck zu kommen. Nachdem ich dann alle Schoten, Leinen, Fallen, Strecker halbwegs wieder entwirrt und von meinen Füßen befreit hatte, war die Luft raus und die Stimmung auf null.

Nebenbei hatte mich am Morgen beim hektischen Boot aufbauen auch noch der Baum an der Augenbraue erwischt, der Kopf brummte leicht und nass war ich jetzt auch noch, für mich war der Tag gelaufen. Also ab zurück in den Hafen. Als guter Segler habe ich ja bei der Steuerleutebesprechung aufgepasst und mir gemerkt, immer beim Startschiff an- und abmelden. (Ok, Andreas hat gesagt bei allen Booten die eine RC Flagge haben und das wird später noch wichtig)

Jetzt hat der geneigte Leser sicher schon weiter vorn gemerkt, Kreuzen ist jetzt nicht so meine Stärke. Da ich durch die Kenterung doch ziemlich weit hinter Startboot und Zielboot lag, musste ich mit viel Mühe irgendwie weiter hoch kommen, also kreuzen. Auf einer meiner vielen Kreuzen, irgendwo zwischen Start und Ziel,  kam ich dann bei Marvin vorbei, der wie ich mit Wellen und Wetter zu kämpfen hatte. Wir beschlossen aufzugeben und gemeinsam zurück in den Hafen zu segeln. Leider war da noch der Punkt mit dem Abmelden, den wir erledigen mussten. Als treusorgender Vater übernahm ich diese Aufgabe. Da das Startboot doch noch einiges höher lag und das Zielboot eine schöne RC Flagge hatte beschloss ich das Zielboot anzusteuern. Diese Entscheidung stellte sich leider als Fehler heraus, da die freundlichen Menschen auf dem Zielboot nicht gewillt waren unsere Aufgabe anzunehmen. Ich erhielt die Aufforderung, dieses doch am Startboot zu machen. Ich glaube, die waren nicht bei der Steuerleutebesprechung oder hatten nicht zugehört. Ja, somit hatte ich meine Höhe wieder eingebüßt und musste doch wieder zum Startboot. Durch einen geschickten Schachzug des weit weit Rauskreuzens habe ich dann doch irgendwann das Startboot erreicht und uns leider abgemeldet.

Der Rest ist kurz erzählt, gemütliches Segeln in den Hafen, da Marvin in der Zwischenzeit schon mehrere hundert Meter Vorsprung hatte und Abbauen des Bootes. Von den anderen Teilnehmern erfuhr ich später, dass die letzte Wettfahrt mit 4 oder 5 Kreuzen gesegelt werden musste. Da hat sich der Andreas dann irgendwie verzählt und ist dann 6 oder 7 gesegelt und kam erst eine halbe Stunde später als alle anderen in den Hafen.

So, natürlich war ich ja nicht ganz alleine da, daher noch kurz einige Worte zu den Anderen.

Die beiden Opti-Segler Herman und Yann haben sich super geschlagen und waren an beiden Tagen draußen. Dabei belegten Sie die Plätze 7 (Herman, dem nur 1 Punkt fehlte zum 6. Platz) und Platz 11 (Yann).  Das ist eine sehr gute Leistung bei 20 gemeldeten und 18 gewerteten Startern.

Herzlichen Glückwunsch Euch beiden.

 

 

Felix und Cheyenne belegten im 420’er einen sehr guten 6. Platz. Bei den Wettfahrten waren sie immer in der vorderen Hälfte dabei.

Auch Euch beiden Herzlichen Glückwunsch.

Die größte Anzahl der Teilnehmer stellte ja die Laser-Fraktion. Dort konnte Richard einen sehr guten 5. Platz erringen, auch hier fehlte nur ein Punkt zum 4. Platz. Steffen erreichte, trotz mehrfachen Waschen des neuen Lasers von allen Seiten und keiner Trainingszeit, einen sehr guten 7. Platz. Auch hier fehlte nur ein kleiner Punkt zum 6. Platz. Andreas hat leider durch das Verzählen auf seine letzte Wettfahrt den 8. Platz verschenkt und landete dadurch auf Platz 9. Marvin rutschte durch die Aufgabe (nach eigenen Angaben „taktischem Rückzug“) am Sonntag auf den 10. Platz. Ja, und ich bin zumindest Sieger der Herzen und habe mir erfolgreich den 11. Platz gesichert.

Herzlichen Glückwunsch der Laser-Abteilung.

Allen einen recht Herzlichen Dank fürs Mitkommen und Mitmachen. Es hat viel Spaß mit Euch gemacht.

Mein Fazit für dieses Wochenende:

Ich kann voller Stolz sagen, dass ich mit und gegen eine Olympiateilnehmerin gesegelt bin, aber der Laser wird sicher nicht mein Boot. Es macht Spaß damit zu segeln aber ich denke die Jugend ist darin besser aufgehoben. Beim Schreiben des Berichtes schmerzen mir immer noch die Oberschenkel und ich ziehe meinen Hut vor unserer alten Garde die damit segelt. Aber wenn Ihr mich braucht, oder wieder „Not am Mann“ ist, ich bin dabei.

 

Alle Ergebnisse findet Ihr hier: Ergebnisliste

Vielen Dank an den Seglerverein Leipzig e.V., Regattaclub Zwenkau e.V. und 1. Yacht Club Zwenkau 2000 e.V. für die Ausrichtung des Z1 Cup. Entschuldigt bitte, dass wir nicht bis zur Siegerehrung (die erst 16 Uhr angesetzt war) bleiben konnten, da die Boote noch weggebracht und abgeladen werden mussten. Aber eine kleine Delegation von uns war ja noch mit dabei.

 

Bedanken möchte ich mich auch bei der „Land Crew“.

Heike, die wieder einen schönen Pflaumenkuchen ohne Pflaumen aber dafür mit Kokos gebacken hat.

Sandra, die uns auf Zelluloid gebannt hat. (oder auf Digital)

Heiko, der die Slipwagen betreute.

Johanna, die mir den zweiten Anhänger gebracht hat.

Mandy, die den zweiten Anhänger wieder geholt hat.

Und zu guter Letzt bei Bella die uns angefeuert hat.

 

 

 

Trainingslager Gardasee

Saisoneröffnung im Land der Kinderträume von leckerem Eis, Pizza und Spaghetti 😉

 

Das Segeljahr begann für dreizehn Opti A – und Opti B – Segler aus Sachsen und Sachsen Anhalt am Nordufer des Gardasees. Ekkehard Graf organisierte dort für den Partwitzer Segelverein ein Trainingslager. Aus Sachsen nahmen Kinder aus dem Vogtland von den Talsperren  Pöhl und Pirk, vom Geierswalder See, natürlich aus Partwitz und aus Leipzig teil. Aus Leipzig fuhren Philipp, der Gewinner vom letzten Schlabu Cup, und Herman in den Süden.

Der Gardasee ist für solche Trainingslager interessant, weil es dort um diese Jahreszeit schon relativ warm ist und wegen der dort sehr regelmäßigen Winde, die durch die Düsenwirkung der Berge zustande kommen. Scheint die Sonne, bilden sich thermische Winde, die für Segler und Surfer quasi perfekte Segelbedingungen schaffen. Hinzu kommt, dass im nördlichen Teil des Gardasees nur Trainer-Motorboote fahren dürfen.

In den ersten Tagen des Trainingslagers fand dort auf der anderen Seite des Ufers das “37° Lake Garda Meeting Optimist Class” statt, bei dem sich mehr als tausend Optisegler aus der ganzen Welt trafen und diesen Teil des Sees mit ihren weißen Segeln färbten.

 

Für die Sportler begann der Tag um 7:15 mit Frühsport. Um 9 Uhr ging es im Hafen von Torbole raus auf ‘s Wasser. Geübt wurden Wenden, Halsen, Starts usw. Zum Mittag kamen die Kinder an Land. Nach den Mittagessen ging es wieder raus auf Wasser. Dann wurden meist Trainingswettfahrten gestartet, bei denen Herman als jüngster Teilnehmer sich zum Schluss einen 8. Platz ersegelte.

 

Tagesüber blieb immer ein Elternpaar im Hafen um den Landdienst  zu übernehmen, falls mal ein Kind früher vom Wasser kommt – um ihm zu helfen und die Eltern zu informieren. Außerdem war immer jemand da, der beim Slippen der Boote ins Wasser und wieder an  Land half. Die anderen Eltern hatten so etwas mehr  Zeit für kleine Ausflüge am Nordufer.

 

Abends war dann Freizeit. Eis-, Pizza- und Spaghettiessen war dann dran. Und so ist eine schöne Woche viel zu schnell vergangen …

 

Vielen Dank für den Bericht von Herman und Steffen

5. Eisarschregatta

 

Dieses Jahr hatten wir wieder Glück. Der See war eisfrei und es war windig. Um genau zu sein: Es war ganz schön windig. Schon zum Wochenstart war für das kommende Wochenende ein Windstärke von 5-6 Beaufort und in Spitzen dann 8 Windstärken angesagt. Da diese Vorhersagen auch über die Woche nicht zurück genommen wurden, wuchs die Vorfreude auf den Sonntag nach Nikolaus bei unseren jungen Wilden und auch einigen nicht mehr so jungen mit jeden Tag.

Wind am Sonntag, den 9. Dezember 2018

Und so kam es dann auch. Beim Treffen um 10 Uhr am Schladitzer See waren sich alle noch nicht so einig, ob man es denn wagen sollte und ob es denn Sinn macht, den Kutter zu Wasser zu lassen. Die Zauderer konnten sich nicht durchsetzen und so war bald klar, dass der Kutter sowie zwei 420er und drei Optis aufs Wasser gehen. Der Kutter war schnell zu Wasser gelassen, aber das Spannende kam erst danach. Bei auflandigem Wind und nur bewaffnet mit zwei Rudern war die Sache etwas knifflig. Nachdem sich der Kutter vom Anhänger getrennt hatte, wurde er unweigerlich von Wind und Welle in Richtung Ufer gedrückt. Damit er nicht zum Spielball der Wellen am Ufer wird, musste ganz schnell die Fock ausgerollt und mit Hilfe von Ruder und Schwert auf den richtigen Kurs und weg von der gefährlichen Legerwall-Situation gegangen werden. Das war mindestens so spannend wie ein Sonntagabend-Tatort.

Für die 420er und die Optis wurde es auch spannend auf dem Wasser. Schon das Setzen der Segel und das Ablegen vom Ufer bei dem ordentlichen Wind und der Welle sind eine kleine Herausforderung. Die 420er hatten bestimmt viel Spass und waren super schnell zwischen den beiden Ufern des Sees auf Halbwindkurs und im Gleiten unterwegs. Bei diesen Bedingungen ist es aber auch ein immer ein Ritt auf Messers Schneide. Irgendwas geht dann doch mal kaputt und eine Kenterung lässt sich auch nicht immer vermeiden. Ein 420er büsste seine Fock ein und das Motorboot hatte gut mit Hilfestellungen zu tun.
Der Opti ist eigentlich ein gutmütiges und perfektes Anfängerboot. Aber bei so viel Wind und mit einem gewissen Übergewicht hat er auch seine Tücken. Man kommt schlecht durch die Wenden und sämtliches Wasser, welches den Weg erst mal ins Boot gefunden hat, findet ihn dann nicht mehr zurück. Es gibt kein Lenzventil und ohne Pütz wird das Boot nur immer schwerer und so kommt noch mehr Wasser ins Boot. Irgendwann sitzt man dann in einer wassergefüllten Badewanne im See und nichts geht mehr.

‘Land-unter’ im Opti!

Für den Kutter ging es nachdem zusätzliche Passagiere am Steg aufgenommen waren, auch noch mal raus auf einen Schlag über den See. Dazu war wieder ein spannendes Manöver notwendig. Wieder musste gegen Wind abgelegt und durch schnelles Fahrtaufnehmen ein Malheur am Ufer vermieden werden. Es hat auch diesmal geklappt, allerdings sass das Schwert zwischenzeitlich schon auf Grund und musste ein bisschen gelüpft werden, damit es endlich raus aufs Wasser ging. Bei soviel Wind konnten wir gut auf das Groß des Kutters verzichten und waren nur mit Genua und Besan unterwegs. Das reichte vollkommen aus. Wenn eine Böen vorbeikam und so richtig in die Segel einstieg, dann neigte sich der gute alte Kutter ganz schön auf die Seite und das Wasser spritzte teils bis auf die auf der Kante sitzende Mannschaft. Der obere Teil vom vorderen Mast mit der Genua bog sich in diesen Momenten ziemlich unheilvoll in Richtung Bug. Glücklicherweise gab dann aber nicht der Mast sondern das Fockfall nach, welches im Vorstag geführt wird. Auf einmal hing die Genua also auf halb acht. Oh je! Ohne Vorsegel kommt man durch keine Wende. Zum Glück war mit dem Spinnakerfall schnell eine Alternative gefunden. So konnte es zurück ans Ufer gehen, wobei der Kutter beim Anlegen mit ordentlich Fahrt fast über den Steg hinausschoss.
Die anderen Boote trudelten auch langsam wieder am Ufer ein. Die Optis waren alle ordentlich mit Wasser gefüllt und wie man auf den Fotos sieht, damit verdammt schwer zu bewegen oder auch wieder leer zu bekommen. Für die armen, nassen und durchgefrorenen Segler gab es jetzt ein Highlight.  Bei AoS gibt es das nette Angebot nach so einer nassen und kalten Aktion in einen riesigen, mit heißem Wasser gefüllten Waschzuber zu springen oder gar in die Fasssauna sich wieder aufzuwärmen. Der Zuber wurde von unseren Leuten genutzt, die da mal schnell noch im Neopren reingesprungen sind. Eine super Sache!

Jetzt war es Zeit für den gemütlichen Teil. In der warmen Stube von All-on-Sea gab es ein mehr als reichliches Angebot an Glühwein, Wiener Würstchen  und vielen Leckereien wie z.B. die legendären Kräppelchen von Heike und vieles anderes. Da wie immer jeder ein bisschen mehr mitgebracht hatte, als er selber essen konnte, war die Auswahl übergroß. Mit netten Gesprächen in warmer Atmosphäre entsprach das ganz der vorweihnachtlichen Zeit. Die letzten noch verbliebenen Boote mussten noch schnell abgebaut und ins Winterlager gebracht werden. Danach ging ein schöner und ziemlich aufregender Sonntag langsam zu Ende. Ich denke, es war ein würdiger Abschluss der Saison mit einer ganzen Menge Adrenalin. Vielleicht hatte auch der eine oder andere Spaziergänger seine Freunde an den Verrückten auf dem Wasser?

Leider ist die Wassertemperatur nicht überliefert.